Microsoft soll native Steam-Einbindung für „Project Helix“ hinterfragen – Bericht bringt Details zur Hardware-Mischkalkulation
Die Gerüchte rund um Microsofts nächste Konsolengeneration mit dem Codenamen Project Helix nehmen eine neue Wendung. Wie das gewöhnlich gut informierte Portal Windows Central berichtet, gibt es bei Microsoft interne Zweifel bezüglich einer nativen Steam-Unterstützung auf der neuen Plattform.
Der Knackpunkt: Das klassische Konsolen-Geschäftsmodell
Der Grund für das drohende Umdenken liegt auf der Hand: die Finanzen. Laut dem Branchenkenner Jez Corden legt Microsoft derzeit bei jeder verkauften Xbox Series X und Series S massiv drauf. Trotz der für August angekündigten Preiserhöhung verbucht der Konzern schätzungsweise 150 US-Dollar Verlust pro verkaufter Konsole.
Das Geschäftsmodell basiert seit jeher darauf, den Hardware-Verlust über spätere Lizenzgebühren und Softwareverkäufe im eigenen Store wieder reinzuholen. Sollte Microsoft nun Steam auf der eigenen Plattform freigeben, würden viele Spieler ihre Titel dort kaufen. Microsoft bliebe auf den Subventionen für die Hardware sitzen, während Valve die lukrativen Provisionen abgreift.
Steigende Hardware-Kosten und Erfahrungen mit Handhelds
Zu den Umsatzeinbußen kommen drastisch gestiegene Produktionskosten. Insbesondere die anhaltende Preissteigerung beim Arbeitsspeicher verteuert die Herstellung moderner Spielehardware massiv.
Zusätzlich zieht der Bericht Parallelen zum Marktverhalten aktueller Handhelds wie dem ROG Ally. Microsoft beobachtet wohl genau, wie solche Geräte genutzt werden: Wer bereits im Xbox-Ökosystem unterwegs ist, nutzt den Game Pass. Wer kein Abo besitzt, greift fast ausschließlich auf Steam zurück. Der eigene Xbox-PC-Store bleibt im freien Wettbewerb auf Windows-Basis oft außen vor – ein Risiko, das sich auf einer eigenen Konsole vervielfachen könnte.
Welche Optionen hat Microsoft?
Windows Central bringt verschiedene Denkmodelle ins Spiel, wie Microsoft mit dieser Zwickmühle umgehen könnte:
- Bezahlmodell für Dritt-Stores: Eine Gebühr oder ein Abo, um andere Shops freizuschalten.
- Umsatzbeteiligung: Verträge mit Partnern wie Valve, um prozentual an den Steam-Verkäufen auf der Xbox mitzuverdienen.
- Sehr hoher Verkaufspreis: Die Konsole wird von Beginn an ohne Quersubventionierung verkauft – was das Gerät im Laden allerdings deutlich teurer machen würde.
Offizielle Stellungnahmen seitens Microsoft gibt es zu diesen Überlegungen bislang nicht. Klar ist nur: Die Hardware-Entwicklung von Project Helix läuft weiter, doch der Balanceakt zwischen Öffnung und Rentabilität bleibt extrem schmal.
DISKUTIERT HIER ÜBER DIE NEWS!
Was ist eure Meinung dazu? Lasst es uns in den Kommentaren wissen und tauscht euch mit der Community aus.
Zum vollständigen Artikel