Electronic Arts vor Besitzerwechsel: EU genehmigt 55-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Saudi-Arabien
Grünes Licht aus Brüssel für eine der größten Übernahmen der Gaming-Geschichte – Battlefield und EA Sports FC bekommen neue Eigentümer.
In der Videospielbranche bahnt sich einer der gewaltigsten Eigentümerwechsel der Geschichte an: Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Electronic Arts durch den saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) nach europäischen Fusionskontrollregeln offiziell genehmigt. Der Megadeal, der den Publisher von der Börse nehmen soll, hat ein geschätztes Volumen von rund 55 Milliarden US-Dollar.
Damit hat der Gigant hinter Erfolgsreihen wie Battlefield und EA Sports FC eine der wichtigsten regulatorischen Hürden auf dem europäischen Markt genommen. Bei der eingehenden Prüfung kam die Brüsseler Behörde zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss keine bedenklichen Auswirkungen auf den fairen Wettbewerb haben wird.
Brüssel sieht keine wettbewerbsrechtlichen Hürden
Wie die EU-Kommission mitteilte, untersuchte man vor allem die Marktanteile in den Bereichen Entwicklung und Vertrieb von PC-, Konsolen- sowie Mobile-Games. Auch der Sektor rund um die Organisation und Vermarktung von E-Sport-Events wurde in die Bewertung einbezogen. Das offizielle Fazit fällt eindeutig aus: Die Überschneidungen und die Marktmacht der beteiligten Parteien seien in den betroffenen Segmenten zu begrenzt, um eine Monopolstellung oder Wettbewerbsnachteile für andere Marktteilnehmer zu befürchten.
Mit dem grünen Licht aus Brüssel ist die kartellrechtliche Prüfung innerhalb der Europäischen Union damit abgeschlossen. Zwar stehen weltweit teils noch Prüfungen anderer Regulierungsbehörden aus, doch der positive Beschluss der EU markiert einen Meilenstein für das saudi-arabische Investment in die globale Games-Industrie...
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